Möhring-Hesse

Der zweite Abend der Ringvorlesung  findet am Mittwoch, 21. Oktober um 19 Uhr im Wissensturm statt.

Erwerbsarbeit überbewertet – Grundeinkommen überschätzt. Skeptische Überlegungen zum Bedingungslosen Grundeinkommen

Das Bedingungslose Grundeinkommen (BGE) soll mehr sein als ein verlässliches Grundeinkommen für all diejenigen, die nicht über ein (ausreichend hohes) selbständiges Einkommen aus Arbeit oder Vermögen verfügen. Im Unterschied zur Notstandshilfe und zur Bedarfsorientierten Mindestsicherung soll das BGE den Ausstieg aus der »Arbeitsgesellschaft« ermöglichen oder das erneut prognostizierte »Ende der Erwerbsarbeit« abfedern. Kritiker sehen im BGE hingegen ein systemwidriges, weil »arbeitsfreies« Sozialeinkommen; sie sehen darin eine »Stillschweigeprämie« für diejenigen Menschen, die dauerhaft aus der Erwerbsarbeit ausgeschlossen und gesellschaftlich aufgegeben wurden. Befürworter und Kritiker sind sich zumindest darin einig: BGE und Erwerbsarbeit vertragen sich nicht. Sie bewerten dies nur gegensätzlich. An dem Abend sollen die Versprechen des BGE, aber auch die Warnungen vor ihm bedacht werden – und dies besonders in Perspektive der »einfachen Leute«, also der Menschen, die nur ihr Arbeitsvermögen »haben«, um sich gesellschaftlich wichtig zu machen, und die gerade deswegen von Prekarität betroffen oder bedroht sind.


Dr. theol. Matthias Möhring-Hesse ist Professor für Theologische Ethik / Sozialethik an der Universität Tübingen

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aus Wikipedia:

Matthias Möhring-Hesse (* 1961) ist ein deutscher römisch-katholischer Theologe.

Möhring-Hesse studierte von 1981 bis 1987 römisch-katholische Theologie und Philosophie an der Philosophisch-Theologischen Hochschule Sankt Georgen und an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster.[1] Von 1987 bis 1991 studierte Möhring-Hesse Soziologie an der Johann-Wolfgang-Goethe-Universität Frankfurt am Main. Von 2007 bis 2011 war Möhring-Hesse Professor für philosophische und theologische Grundlagen des sozialen Handelns an der Hochschule Vechta. Seit 2011 hat er den Lehrstuhl für Theologische Ethik/Sozialethik an der Katholisch-Theologischen Fakultät Tübingen der Eberhard Karls Universität Tübingen inne.

Schriften (Auswahl)

  • Jenseits Katholischer Soziallehre, (hg. gemeinsam mit Bernhard Emunds und Friedhelm Hengsbach), Patmos, Düsseldorf 1993
  • Die Rolle der Umweltverbände in den demokratischen und umweltethischen Lernprozessen der Gesellschaft, (gemeinschaftlich mit Friedhelm Hengsbach, Ralf Bammerlin, Christoph Diringer und Bernhard Emunds), Metzler-Poeschel, Stuttgart 1996
  • Theozentrik, Sittlichkeit und Moralität christlicher Glaubenspraxis. Theologische Rekonstruktionen, Universitätsverlag Herder, Freiburg 1997
  • Reformen fallen nicht vom Himmel. Was kommt nach dem Sozialwort der Kirchen? Mit Beiträgen von Friederike Woldt, Ulrike Wagener und Jürgen Rinderspacher (gemeinschaftlich mit Friedhelm Hengsbach und Bernhard Emunds), Herder Verlag, Freiburg 1997
  • Aus der Schieflage heraus: Demokratische Verteilung von Reichtum und Arbeit, (gemeinschaftlich mit Friedhelm Hengsbach), Verlag J.H.W. Dietz, Bonn 1999
  • Die demokratische Ordnung der Verteilung. Eine Theorie der sozialen Gerechtigkeit, Campus, Frankfurt/New York 2004